Christusmord
von Christian Fernandes (Herausgeber), Wilhelm Reich (Autor), Ingo Diedrich (Series Editor), Thomas Harms (Series Editor), Marc Rackelmann (Series Editor), Wolfram Ratz (Series Editor), Beatrix Teichmann-Wirth (Series Editor), Bernd A. Laska (Übersetzer)
Herausgeber : Psychosozial-Verlag
Erscheinungstermin : 1. April 2026
Auflage : 1. Aufl. 2026
Seitenzahl der Print-Ausgabe : 316 Seiten
SBN-13 : 978-3837934755
Preis 44,90 €
Wilhelm Reichs 1951 entstandener Text Christusmord ist eine Abrechnung mit den strukturellen Ursachen menschlicher Entfremdung. Im Zentrum steht Reichs Modell der dreifachen Schichtung der
Persönlichkeit: Hinter der Fassade gesellschaftlicher Anpassung verbirgt sich ein neurotisch entstelltes Triebleben, hervorgebracht durch moralische Unterdrückung, nicht durch »Natur«. Erst in
der tieferen Schicht zeigt sich die verdrängte, ursprüngliche Sozialität des Menschen. Anhand der symbolischen Bedeutung der Kreuzigung Christi entwirft Wilhelm Reich eine radikale Kritik an
autoritären Strukturen: Kirche, Staat und Familie töten das Lebendige im Kind – immer wieder. Reichs Einsichten sind auch heute noch aktuell. Wer verstehen will, warum Aufklärung so oft
scheitert, findet hier eine ebenso persönliche wie politische Antwort: Das Böse ist nicht angeboren – es ist gemacht.
von Wilhelm Reich (Autor), Kurt R. Eissler (Autor), Thomas Harms (Vorwort, Series Editor), Ingo Diedrich (Series Editor), Marc Rackelmann (Series Editor),
Wolfram Ratz (Series Editor), Beatrix Teichmann-Wirth (Series Editor, Übersetzer), Lisa Teichmann (Übersetzer)
Herausgeber : Psychosozial-Verlag
Erscheinungstermin : 1. April 2026
Auflage : 1. Aufl. 2026
Seitenzahl der Print-Ausgabe : 134 Seiten
ISBN-13 : 978-3837934229
Preis: 24,90 €
In dem hier erstmals auf Deutsch vorliegenden Interview – ediert nach den originalen Tonbändern und Abschriften – erzählt Wilhelm Reich (1897-1957), Schüler
und später streitbarer Kollege Sigmund Freuds, von seinen persönlichen und fachlichen Erfahrungen mit dem Begründer der Psychoanalyse. Das 1952 geführte Gespräch mit dem amerikanischen
Psychoanalytiker Kurt R. Eissler gilt bis heute als eine der eindrucksvollsten Quellen zu Reichs Selbstverständnis als Freud-Schüler und Dissident. Reich schildert die Debatten der 1920er
Jahre in Wien über die Rolle der Sexualität als ätiologischer Faktor der Neurose, über Fragen jenseits des Lustprinzips und seine ersten Schritte hin zu einer körperorientierten
Psychotherapie. Das Interview vermittelt einen lebendigen Einblick in die Atmosphäre der psychoanalytischen Bewegung jener Jahre und lässt zugleich Reichs Beobachtungen, Zweifel und
Weiterentwicklungen sichtbar werden. Übersetzung aus dem Englischen von Lisa Teichmann und Beatrix Teichmann-Wirth
von Wilhelm Reich (Autor), Mary Boyd Higgins (Vorwort), Herbert Graf (Übersetzer)
Herausgeber : KiWi-Taschenbuch
Seitenzahl der Print-Ausgabe : 352 Seiten
ISBN-13 : 978-3462017946
Preis: 20,- €
1933 erschien Reichs Massenpsychologie des Faschismus zum erstenmal. Das Buch kam zu spät, um noch viele Leser zu erreichen: es wurde zur Lektüre der Emigranten und blieb notwendig folgenlos.
Inzwischen läßt sich eine Kritik des Faschismus (nicht nur des deutschen, sondern der faschistischen Struktur überhaupt) ohne Reich nicht mehr denken. Reichs klinisch und soziologisch
geschulter Blick durchschaute des fundamentalen Zusammenhang zwischen autoritärer Triebunterdrückung und faschistischer Ideologie. Er analysierte die Gestik, Phraseologie, die moralischen
Schemata und Aktionen der »Hitlerei« und wies in ihnen die Verschiebung von Sexualangst zu einem Mystizismus nach, der die Freiheitsfähigkeit des Menschen in einen irrationalen Mechanismus
chronischer Abhängigkeit pervertierten.In der 3., erweiterten und korrigierten Ausgabe, die Reich 1942 in den USA abschloß, ist die erste Fassung erhalten. Aber die Enttäuschung über die
aufgehaltene revolutionäre Entwicklung und die damit verbundene antisexuelle Haltung in Sowjetrußland hat die Perspektive in einigen wichtigen Punkten verändert. Reich sieht den Faschismus
jetzt nicht mehr auf einzelne Staaten beschränkt, sondern erkennt ihn als Phänomen der modernen Massengesellschaft überhaupt. In einem neuen Abschnitt deckt er faschistische Züge in der
Propaganda der Sowjets und das Eindringen reaktionärer Herrschaftsformen seit der Fixierung der »Sowjetdemokratie« von 1935 auf. Dem »Kulturbolschewismus« der »Massenpsychologie« von 1933
stellt er das alternative Konzept einer Kulturrevolution durch die »Arbeitsdemokratie« gegenüber, die auf der gesellschaftlichen Selbstbestimmung aller Arbeitenden basiert. Die Grundthese
Reichs bleibt auch in diesem erweiterten Konzept bestehen: daß eine Überwindung des Faschismus nur möglich ist durch eine rationale Neuregelung der Sexualökonomie der Gesellschaft.Das
vorliegende Buch ist eine unveränderte Neuauflage der 1971 in der Bundesrepublik erschienenen Massenpsychologie des Faschismus.
Zur Zeit werden mehrere Versionen der „Massenpsychologie des Faschismus“ angeboten. Bei den anderen Ausgaben handelt es sich jedoch um die erste, marxistisch orientierte Version von 1933, die Wilhelm Reich später bewusst ergänzt und neu herausgegeben hat. Dass Reich dasselbe Buch in verschiedenen Versionen veröffentlicht hat, mag ein Hinweis darauf sein, dass er nicht nur seine Ansichten zum Marxismus radikal verändert hat, sondern auch, dass es ihm wichtig war, den Lesern eine seinen Forschungen angemessene Version anzubieten. Deshalb wird in dieser Liste nicht explizit auf die anderen Versionen von 1933 eingegangen.
von Wilhelm Reich (Autor), Karl H. Bönner (Übersetzer)
Herausgeber : KiWi-Taschenbuch
Erscheinungstermin : 1. Januar 1969
Auflage : 12.
Seitenzahl der Print-Ausgabe : 320 Seiten
SBN-13 : 978-3462018257
Preis: 16,- €
Wilhelm Reichs bahnbrechendes Werk erstmals 1969 in Deutschland.
Es ist das Werk Wilhelm Reichs, das die weiteste Verbreitung gefunden hat. Die Bedeutung dieses fundamentalen Werks liegt in der Radikalität, mit der Reich als erster die zentrale Bedeutung für den Einzelnen und die Gesellschaft erkannt hat. Über Freud hinaus, der die Notwendigkeit der Triebsublimierung für die kulturelle Entwicklung postuliert, stellt Reich die Frage nach den gesellschaftlichen Bedingungen der Neurosenentstehung und kommt zu der Feststellung, dass jede Neurose die Folge einer gestauten Energie ist, deren Verdrängungsmechanismen von der autoritären Familien- und Ehestruktur automatisch erzeugt werden. Er fordert zur Neurosenverhütung eine entsprechende Gesellschaft, die von den Zwängen einer zu eng konzipierten Institutionalisierung befreit ist. Ein abschließendes Kapitel zeigt die Weiterentwicklung zur Naturwissenschaft: die Rückführung auf die biophysikalische Kraft des Orgons.
von Wilhelm Reich (Autor), Bernd A. Laska (Übersetzer)
Herausgeber : KiWi-Taschenbuch
Erscheinungstermin : 1. Januar 1971
Auflage : 11.
Seitenzahl der Print-Ausgabe : 672 Seiten
SBN-13 : 978-3462019827
Preis : 30,- €
Als 1933 Wilhelm Reichs zweites bedeutendes Werk Charakteranalyse erschien, begrüßten viele Psychoanalytiker die Arbeit als »das Beste und Durchdachteste, was über die Psychotherapie
gesagt worden ist.« Kurz darauf jedoch wurde die Verbreitung des Buchs im faschistischen Deutschland verboten. 1934 schloss auch die Internationale Psychoanalytische Vereinigung Reich
aus. Reich, der seine Einsicht in die Struktur der Neurosen und Psychosen immer konsequenter verfolgte und methodisch begründete, wurde zum Außenseiter. Erst 1945 erschien die
Charakteranalyse erneut in den USA. Heute ist die Rezeption der Arbeitsergebnisse Reichs auch für die deutsche Psychoanalyse unvermeidlich geworden.
Das Sensationelle an Reichs Charakteranalyse ist, dass sie die Charakterkonzeption von den gewohnten moralischen Implikationen befreit und zum Gegenstand exakter wissenschaftlicher Arbeit macht. Reich stellte fest, dass das, was sich in der Analyse als »Charakter« zeigt, immer ein neurotisches Abwehrsystem ist, in dem sich Defensivangst seit der Kindheit in verschiedenen Entwicklungsschichten verfestigt hat. Die von Freud übernommene Deutungsanalyse veränderte er deshalb zur Widerstandsanalyse, die nicht nur das Assoziations- und Traummaterial interpretiert, sondern auch das Verhalten des Patienten zum Ansatz der Therapie macht. Das ermöglichte zum ersten mal die erfolgreiche Behandlung auch schwierigster Zwangsneurosen. Die neue Behandlungstechnik setzte mit der Lösung muskulärer Verkrampfungen immer auch Energie frei. Aus dieser klinischen Erfahrung entwickelte Reich sein gesellschaftskritisches Programm und später das biologische Modell der vegetativen Strömung, das die Basis seiner Biopsychiatrie oder Orgontherapie wurde.
Die vorliegende Ausgabe der Charakteranalyse enthält unverändert die Charakteranalyse von 1933, um einige später geschriebene Kapitel erweitert, die sich u.a. mit der »emotionellen Pest«, der neurotischen Verseuchung unseres politischen und sozialen Lebens und der orgontherapeutischen Behandlung einer Schizophrenie beschäftigen. Die Neuauflage folgt der 1971 erschienenen Ausgabe desselben Buchs.
Herausgeber : Kiepenheuer & Witsch
Erscheinungstermin : 1. Januar 1994
Auflage : 4. Auflage
Seitenzahl der Print-Ausgabe : 431 Seiten
ISBN-13 : 978-3462023787
Preis: 15,- €
Jahzentelang war Reichs spätes Hauptwerk, das 1948 zum ersten Mal in Amerika erschien, dann aber in den 50er Jahren durch Gerichtsbeschluß aus dem Handel gezogen und anschließend verbrannt wurde, unbekannt und tabuisiert. Jetzt erscheint das Buch gleichzeitig in Amerika und verschiedenen europäischen Ländern. Bis heute ist noch kein Versuch gemacht worden, die Reich’sche Orgonforschung unvoreingenommen zu prüfen. Reichs Buch aber beweist, daß ein solcher Versuch von bahnbrechender Bedeutung sein könnte.
Herausgegeben von Mary Higgins & Chester M. Raphael
Herausgeber : Psychosozial-Verlag
Erscheinungstermin : 1. Dezember 2017
Seitenzahl der Print-Ausgabe : 197 Seiten
SBN-13 : 978-3837927252
Preis: 21.- €
Eltern kleiner Kinder sehen sich mit vielfältigen Fragen der Erziehung konfrontiert. Einerseits brauchen Kinder Grenzen, heißt es, andererseits sollen sie glücklich und frei aufwachsen.
Und natürlich sollen sie wenig bis gar nicht schreien, möglichst problemlos im eigenen Bettchen schlafen und zur Förderung ihrer sozialen und kognitiven Entwicklung freudig in die
frühkindliche Fremdbetreuung gehen. Was Kinder jedoch eigentlich brauchen, ist wenig bis gar nicht systematisch untersucht. Zu sehr ist Erziehung von Ideologie geprägt und ein Kind soll
sich der jeweils herrschende Erziehungsideologie anpassen.
Wilhelm Reichs Forschungsprojekt, Kinder möglichst unbeeinflusst von geltenden Erziehungsprinzipien heranwachsen zu lassen, um ihre natürlichen Bedürfnisse zu studieren, ist bis heute in
der Säuglingsforschung einzigartig. Durch die kritische Auseinandersetzung mit seinen psychologischen und biologischen Arbeiten erlangte Reich umfangreiche Erkenntnisse über Kinder, und
sein Grundinteresse führte ihn weiter und weiter zurück, bis er sich schließlich auch mit Neugeborenen befasste.
In den Texten von Kinder der Zukunft geht Reich der Frage nach, wie Neurosen entstehen Kinder davor geschützt werden können-
Autor: Wilhelm Reich
Herausgeber : FISCHER Taschenbuch
Erscheinungstermin : 1. Juni 1984
Auflage : 22.
Seitenzahl der Print-Ausgabe : 128 Seiten
ISBN-13 : 978-3596267774
Preis: 15,- €
»Die ‚Rede an den kleinen Mann‘ ist ein menschliches und kein wissenschaftliches Dokument. Es wurde im Sommer 1946 für das Archiv des Orgon-Instituts abgefasst, ohne Absicht, es je zu
publizieren. Es war das Ergebnis der inneren Stürme eines Naturforschers und Arztes, der jahrzehntelang zunächst mit Naivität, dann mit Staunen und schließlich mit Entsetzen erlebte, was
der kleine Mann aus dem Volke sich selbst antut; wie er leidet, rebelliert, seine Feinde verehrt und seine Freunde mordet; wie er, wo immer er als ‚Volksvertreter‘ Macht in seine Hände
bekommt, sie missbraucht und grausamer gestaltet als die Macht, die er seitens einzelner Sadisten der oberen Klassen zu erleiden hatte« (Aus der Vorbemerkung.)
von Wilhelm Reich und A.S. Neill
Herausgeber: Psychosozial-Verlag
Erscheinungstermin: voraussichtlich 1.10.2026
Seitenzahl: ca. 600
ISBN-13: 978-3-8379-3182-2
Preis: ??
Im Zentrum stehen die Briefe, die Wilhelm Reich und Alexander Sutherland Neill in den Jahren 1936 bis 1957 gewechselt haben. Es sind Dokumente einer ungewöhnlichen Freundschaft. Das erste
Mal trafen sie sich 1936 in Norwegen, danach blieb der Kontakt vor allem durch ihre Briefe bestehen. Sie waren für beide eine Quelle der Anregung, Bestätigung und auch der
Auseinandersetzung.
Neill bewunderte die analytische Schärfe Reichs, mit der er seine unorthodoxen Theorien zur Sexualität und Gesellschaft begründete. Reich schätzte Neill als progressiven Pädagogen mit ungewöhnlichem Gespür für die Bedürfnisse der Kinder. Die Briefe sind genauso verschieden wie ihre Verfasser. Während Neill in seinen Briefen von Beobachtungen des Alltags, offenen Bekenntnissen zur Person und Schulsituationen, realitätsnah und mit trockenem Humor berichtet, schreibt Reich über seine Arbeit, Erfolge, Schwierigkeiten und neue Pläne, dabei immer auch Neills Meinung provozierend. So mündete der lebhafte Austausch des Öfteren in Streit. Bei allen Spannungen aber blieb das Gefühl einer unverbrüchlichen Zuneigung und Partnerschaft, das diesen Briefwechsel, der erst kurz vor dem Tod Wilhelm Reichs endet, auszeichnet.